Die Steinplatte in der Bergkirche von 1610

Zu dieser Grabplatte schreibt Willi Wäckerlin am 17.6.1971 in der Klettgauer Zeitung:

"Bergkirche Neunkirch

Beim Entfernen des Fassadenputzes an der Westseite der Kirche wurde ein Teil des ursprünglichen, gotischen Westeingangs zum Hauptschiff freigelegt. Für die Ausmauerung dieses Einganges sind dazumal neben Kalk-Bruchsteinen auch Sandstein-Werkstücke von Türeinfassungen und alte Grabplatten verwendet worden. Eine dieser gut erhaltenen Grabplatten konnte nun herausgearbeitet werden. Sie trägt in gotischer Schrift, in rotem Sandstein scharf eingehauen, folgenden Text:

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Pfarrer H. Jakob Biedermann hat demzufolge von 1573 bis 1610 in der Gemeinde Neunkirch als Seelsorger gewirkt und hat auch die Kirchenerweiterung von 1598 miterlebt. In diesem Jahr sind sowohl die Bergkirche in Neunkirch, als auch die Bergkirche in Hallau, zufolge Platzmangels, durch ein Seitenschiff vergrößert worden.
Der Fund der Grabplatte gibt einen weitern Hinweis zur Baugeschichte der "der Lieben Frau" gewidmeten Bergkirche. Es steht nun fest, dass der schöne altgotische Westeingang noch eine geraume Zeit nach der Kirchenerweiterung als Zugang zum Gotteshaus diente. Er dürfte bei der umfassenden Gesamtrenovation in den Jahren 1747 bis 1750 zugemauert und durch einen neuen Zugang, der im Bereich des jetzigen Westeingangs lag, ersetzt worden sein."

 

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letzte Änderung: 12.04.10